Was macht ein Reinigungsmittel nachhaltig?

Nachhaltig ist ein Reinigungsmittel, wenn es die Umwelt über seinen ganzen Weg möglichst wenig belastet: Inhaltsstoffe, die gut abbaubar sind und Gewässer wenig schädigen, keine unnötigen Zusätze wie Duftstoffe, eine sparsame Verpackung, etwa als Konzentrat oder zum Nachfüllen, und eine Wirkung, die eine geringe Dosis erlaubt. Mindestens so wichtig wie das Produkt ist die Anwendung. Begriffe wie „öko“, „natürlich“ oder „grün“ auf der Verpackung sagen für sich wenig aus; verlässlicher sind unabhängig vergebene Umweltzeichen.

Welche Reinigungsmittel braucht man im Haushalt wirklich?

Weniger, als die meisten im Schrank haben. Laut Umweltbundesamt reichen Allzweckreiniger, Handspülmittel, Küchenreiniger oder Scheuermilch und ein saurer Sanitärreiniger auf Basis von Zitronensäure völlig aus, um Küche und Bad sauber zu halten. Für Glas genügt meist Wasser mit etwas Spülmittel und ein Abzieher. Viel erreichen Sie außerdem mechanisch: mit Mikrofasertüchern, Bürsten und Abziehern. Frische Verschmutzungen lassen sich leichter entfernen als angetrocknete, deshalb spart zeitnahes Reinigen Mittel.

Blauer Engel, EU Ecolabel und andere Siegel

Umweltzeichen helfen beim Einkauf, wenn ihre Kriterien unabhängig festgelegt werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Reinigungsmittel mit dem Blauen Engel oder dem EU-Umweltzeichen zu bevorzugen.

Blauer Engel, EU Ecolabel und andere Siegel
KennzeichnungWas dahintersteht
Blauer EngelUmweltzeichen der Bundesregierung; eine unabhängige Jury legt Kriterien fest, die über die gesetzlichen Anforderungen an Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit hinausgehen.
EU Ecolabel (Euroblume)EU-weites Umweltzeichen auf Grundlage der Verordnung 66/2010; neben Umweltkriterien muss auch die Reinigungsleistung nachgewiesen werden.
Werbebegriffe ohne SiegelAussagen wie „natürlich“ oder „umweltschonend“ sind keine geprüfte Kennzeichnung; Inhaltsstoffe und Dosierempfehlung selbst prüfen.

Richtig dosieren: der wichtigste Hebel

Auch ein Mittel mit Umweltzeichen ist nur dann umweltfreundlicher, wenn es richtig dosiert wird. Halten Sie sich an die Angaben auf der Verpackung und nutzen Sie Messbecher oder Dosierhilfen statt eines Schusses nach Gefühl. Überdosierung belastet das Abwasser, kostet Geld und hinterlässt Rückstände und Streifen, auf denen sich neuer Schmutz schneller festsetzt. Konzentrate sparen Verpackung und Transport, verlangen aber besonders genaues Dosieren. Eine Sprühflasche mit fertig verdünnter Lösung, deren Mischverhältnis auf dem Etikett steht, hilft im Alltag, nicht jedes Mal neu zu schätzen.

Welche Produkte sind verzichtbar?

Einige verbreitete Produkte bringen im Alltag keinen Vorteil, belasten aber Umwelt oder Gesundheit. Das Umweltbundesamt rät unter anderem zum Verzicht auf:

  • Desinfizierende Reiniger für die normale Haushaltsreinigung
  • Chlorhaltige Sanitärreiniger
  • Stark ätzende WC-Reiniger auf Basis von Mineralsäuren
  • Chemische Rohrreiniger

Sind Essig, Zitronensäure und Natron die bessere Wahl?

Teilweise. Zitronensäure löst Kalk in Bad und Küche und ist die Basis vieler empfohlener Sanitärreiniger; auf Marmor und anderem kalkhaltigem Naturstein ist sie wie jede Säure ungeeignet. Essig wirkt ebenfalls gegen Kalk, riecht aber stark und kann bei häufigem Einsatz Gummidichtungen und empfindliche Oberflächen angreifen. Natron eignet sich als mildes Scheuermittel und zum Binden von Gerüchen. Natron mit Essig zu mischen schäumt zwar, beide neutralisieren sich dabei aber weitgehend. Selbst gemischte Rezepte sind nicht automatisch umweltfreundlicher; mischen Sie Säuren nie mit chlorhaltigen Reinigern, weil dabei giftige Gase entstehen können.

Mechanisch statt chemisch: die richtigen Werkzeuge

Das Umweltbundesamt rät, Chemie wo möglich durch mechanische Hilfsmittel zu ersetzen. Gute Werkzeuge sparen Reinigungsmittel und Zeit, weil sie Schmutz lösen und aufnehmen, statt ihn nur zu verteilen.

  • Mikrofasertücher für Oberflächen, Armaturen und Glas, getrennt nach Bereichen und regelmäßig gewaschen
  • Bürsten für Fugen, Abflüsse und raue Flächen
  • Abzieher für Fenster, Duschwände und Fliesen, gegen Kalk am besten direkt nach dem Duschen
  • Ein Wischsystem mit gut auswringbarem Bezug, damit Böden nicht zu nass werden
  • Getrennte Tücher für WC und Küche, um keine Verschmutzungen zu verschleppen

Nachhaltig reinigen in Büros und Betrieben

Für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber hat das Umweltbundesamt Kriterien für die Beschaffung von Reinigungsleistungen veröffentlicht. In einem eigenen Praxisbeispiel verlangt es etwa ein EU-Umweltzeichen oder einen gleichwertigen Nachweis für alle eingesetzten Reinigungsmittel, verzichtet auf Duftstoffe, setzt Desinfektionsmittel nur in hygienisch relevanten Bereichen ein und fordert Dosierhilfen sowie regelmäßige Unterweisungen des Personals. Solche Anforderungen sollten Sie bei einer Anfrage ausdrücklich nennen.

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Umweltfreundliche Reinigungsmittel bei EC-Clean

EC-Clean verwendet umweltfreundliche Reinigungsmittel und stimmt Reinigungspläne für Haushalte und Geschäftsräume in Berlin individuell ab. Wenn Ihnen bestimmte Anforderungen wichtig sind, nennen Sie diese in der Anfrage: zum Beispiel Produkte mit einem bestimmten Umweltzeichen, Verzicht auf Duftstoffe, empfindliche Materialien oder eigene Mittel, die verwendet werden sollen. Geschäftskunden können außerdem angeben, ob Sicherheits- oder Produktdatenblätter benötigt werden. Welche Produkte konkret eingesetzt werden, wird dann für Ihr Objekt abgestimmt.

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Weiterführende fachliche Orientierung: Umweltbundesamt: Umweltfreundlich reinigen; Umweltbundesamt: Weniger ist mehr – umweltfreundlich reinigen; Umweltbundesamt: Umweltzeichen für Wasch- und Reinigungsmittel; Umweltbundesamt: Praxisbeispiel Ausschreibung von Reinigungsleistungen.

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