Weitere Fragen zu Räumen, Material und Reinigung
Wie oft sollte man Teppiche reinigen?
Teppichpflege hat zwei Ebenen: regelmäßiges Staubsaugen gegen losen Schmutz und eine gelegentliche gründliche Reinigung gegen Schmutz, der sich in den Fasern festgesetzt hat. Fürs Saugen gilt: je mehr Laufverkehr, desto öfter – in genutzten Wohnräumen mehrmals pro Woche. Für die gründliche Reinigung gibt es keine verbindliche Norm. In der Praxis wird für Wohnräume häufig etwa eine Tiefenreinigung im Jahr empfohlen, bei starker Beanspruchung, Haustieren oder Allergikern auch öfter. Maßgeblich bleiben der sichtbare Zustand, das Material und die Pflegehinweise des Herstellers.
Richtwerte nach Raum und Nutzung
Die folgenden Werte sind Orientierungswerte aus der Reinigungspraxis, keine festen Vorgaben. Sie helfen, einen Plan zu erstellen und ihn nach dem tatsächlichen Zustand anzupassen.
| Bereich | Staubsaugen | Gründliche Reinigung |
|---|---|---|
| Flur, Wohn- und Kinderzimmer | Mehrmals pro Woche | Etwa jährlich, nach Bedarf öfter |
| Schlaf- und Gästezimmer | Ein- bis zweimal pro Woche | Nach Zustand, oft seltener |
| Haushalt mit Haustieren oder Allergikern | Mehrmals pro Woche, mit Feinstaubfilter | Häufiger, etwa halbjährlich prüfen |
| Büro mit Teppichboden | Je nach Frequenz täglich bis mehrmals pro Woche | Nach Zustand, Laufwege und Eingänge häufiger |
| Eingangsbereich mit Publikumsverkehr | Täglich | Laufzonen gesondert behandeln |
Staubsaugen richtig gemacht
Saugen Sie langsam und in überlappenden Bahnen, bei Bedarf in zwei Richtungen, damit die Bürste den Flor aufrichtet und Schmutz aus der Tiefe holt. Bei Hochflor und empfindlichen Teppichen die Bürste anpassen oder abschalten, Fransen nicht einsaugen. Ein voller Beutel oder verstopfter Filter senkt die Saugleistung deutlich. Für Allergiker empfiehlt das Umweltbundesamt, Teppiche mehrmals pro Woche zu saugen und einen Staubsauger mit Feinstaubfilter hoher Filterklasse (13 bis 14) zu verwenden.
Was tun bei frischen Flecken auf dem Teppich?
Schnell handeln, aber nicht reiben. Feste Reste mit einem Löffel abheben, Flüssigkeit mit einem hellen, saugfähigen Tuch von außen nach innen abtupfen, damit sich der Fleck nicht ausbreitet. Danach mit wenig lauwarmem Wasser nachtupfen und erneut trocken tupfen. Den Teppich nicht durchnässen, sonst können Ränder entstehen oder Feuchtigkeit in Rücken und Untergrund ziehen. Wolle und andere Naturfasern vertragen weder heißes Wasser noch scharfe Mittel. Jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.
Tiefenreinigung: Verfahren im Überblick
Welche Methode passt, hängt vom Material ab. Wolle, Seide, Viskose und handgeknüpfte Teppiche reagieren empfindlich auf Nässe, Hitze und Reibung und gehören oft in eine auf Teppiche spezialisierte Wäscherei. Bei verklebtem Teppichboden kann zu viel Feuchtigkeit den Kleber angreifen und lange Trockenzeiten verursachen.
- Sprühextraktion: Reinigungslösung wird eingesprüht und sofort wieder abgesaugt
- Shampoonieren: Schaum wird eingearbeitet, nach dem Trocknen abgesaugt
- Trockenreinigung: feuchtes Reinigungspulver bindet Schmutz und wird abgesaugt
- Danach gut lüften und den Teppich vollständig trocknen lassen
Teppichboden im Büro: Laufwege und Eingänge
In Büros verschmutzt Teppichboden ungleichmäßig. Eingänge, Flure, Teeküchen und die Wege zu Drucker und Besprechungsraum werden zuerst grau, während Flächen unter Schreibtischen lange sauber bleiben. Sinnvoll ist deshalb ein abgestufter Plan: tägliches oder mehrmals wöchentliches Saugen der Laufwege, zeitnahe Fleckentfernung und eine gründliche Reinigung der stark genutzten Zonen nach Zustand. Ausreichend lange Schmutzfangzonen am Eingang verringern den eingetragenen Schmutz deutlich. Gründliche Reinigungen mit Feuchtigkeit legt man am besten auf Zeiten, in denen die Räume bis zur vollständigen Trocknung nicht genutzt werden, etwa auf ein Wochenende. Unter Bürostühlen mit Rollen schützen Bodenschutzmatten vor Abrieb.
Typische Fehler bei der Teppichreinigung
Viele Schäden entstehen nicht durch Schmutz, sondern durch eine gut gemeinte, aber falsche Behandlung.
- Zu nass reinigen und den Teppich nicht durchtrocknen lassen
- Flecken reiben statt tupfen
- Reinigungsmittel nicht ausspülen – Rückstände ziehen neuen Schmutz an
- Möbel auf den noch feuchten Teppich zurückstellen
- Ungetestete Hausmittel auf empfindlichen Fasern
So bleibt der Teppich länger schön
Schmutzfangmatten an Eingängen halten einen großen Teil des Straßenschmutzes ab, bevor er auf den Teppich gelangt. Drehen Sie lose Teppiche gelegentlich und stellen Sie Möbel ab und zu um, damit Laufspuren, Druckstellen und Ausbleichen gleichmäßiger verteilt werden. Filzgleiter schonen den Flor. Kleinere lose Teppiche können Sie, wenn Größe und Material es zulassen, gelegentlich draußen ausschütteln oder ausklopfen; das holt Sand aus dem Grund, den der Staubsauger nicht erreicht. Regelmäßiges Stoßlüften senkt die Raumluftfeuchte; das Umweltbundesamt nennt es als Maßnahme, die Hausstaubmilben ungünstige Bedingungen schafft.
Teppichpflege in Büro und Haushalt anfragen
Regelmäßiges Saugen von Teppichböden kann Teil einer Büro-, Unterhalts- oder Haushaltsreinigung sein. Spezielle Teppichverfahren sind nicht automatisch enthalten und werden anhand Ihres Bodens und der gewünschten Aufgabe mit EC-Clean abgestimmt. Für eine Anfrage in Berlin hilfreich:
- Bodenart, Material und ungefähre Fläche
- Nutzung: Büro, Eingangsbereich, Wohnraum
- Flecken und bisherige Behandlungen
- Gewünschter Turnus für das Saugen
- Nutzungsfreie Zeiten, falls eine Trocknung nötig ist
Weiterführende fachliche Orientierung: Umweltbundesamt: Hausstaubmilbe.
